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Schülerzeitung » Fotos in der Schülerzeitung » Bildaufbau und Blickwinkel

Alles eine Frage des Blickwinkels

Über Bildaufbau und Blickwinkel beim Fotografieren

Fotografien liefern in der Schülerzeitung meist zusätzliche Informationen zum Artikel. Damit sie diese Aufgabe erfüllen können, muss beim Foto auch darauf geachtet werden, dass diese Informationen auch sichtbar werden. Ob dies mehr oder weniger gelingt, hängt u.a. vom Bildaufbau und vom und vom Blickwinkel des Fotografen ab. Eine Patentlösung hierfür gibt es nicht. Deshalb soll diese Seite lediglich Anregungen und Beispiele liefern, wie ihr eure Motive geschickt „inszeniert“.

Der Klassiker: Das gestellte Bild

 

 

Natürlich geht´s auch natürlich

 

 

Zentrales muss nicht in der Mitte sein

In der Regel ist das, was bei einem Foto besonders wichtig (zentral) ist, auch in der Mitte des Bildes angeordnet. Das muss aber nicht unbedingt so sein. Manchmal wirkt ein Bild gerade dann intensiv, wenn das, was wichtig ist, am Rand steht (vgl. Beispiel rechts).

Der Kuss am Rand

Perspektivenwechsel I

Zweimal die gleiche Szene: Einmal von oben und einmal von der Seite.

Perspektivenwechsel II

Vorteil links: Störender Hintergrund fällt weg. Vorteil unten: Gesichter sind zu sehen.

Der Überblick

Vorteil: Szene im Überblick mit Einbettung in die Umgebung

Der Augen-Blick

Vorteil: Details gut erkennbar und stärkere Bildwirkung.

Gesicht zeigen

Bei Zeitungsfotos werden Personen gerne in ihrer Umgebung gezeigt ,z.B. der Bürgermeister in seinem Büro oder die Besucher beim Oktoberfest. Dabei wird häufig der Fehler gemacht, dass die Person im Vergleich zur Umgebung zu klein auf dem Bild zu sehen ist (vgl. Bild unten). Um dies zu verhindern könnt ihr entweder ein Teleobjektiv benutzen oder einen geschickten Bildaufbau wählen (vgl. Beispiel rechts).

Personen nach vorne

Dem Problem, dass Personen zu klein auf dem Foto abgebildet sind, lässt sich dadurch begegnen, dass ihr sie näher an die Kamera heranholt und der Hintergrund, auf den es ankommt, weiter entfernt ist. Beim folgenden Foto soll das Riesenrad zeigen, dass die Aufnahme bei einem Volksfest entstand. Gleichzeitig stehen die beiden Personen, um die es in der Reportage geht, im Vordergrund.

Ja, wo sind sie denn?

Ah! Da sind sie!

Spieglein, Spieglein auf dem Kopf

Spiegelungen machen interessant

Spiegelungen können teilweise zu reizvollen Effekten führen und gleichzeitig helfen, Personen mit ihrer Umgebung zu verknüpfen. Ein Beispiel für diese Technik sehr ihr auf dem Bild links.

Achtung: Auf das gespiegelte Objekt scharf stellen und nicht auf den Spiegel!

In der Schülerzeitung zeigen Fotos ihre wahre Größe

Für die Beantwortung der Frage, wie groß ein Foto in einer Schülerzeitung abgedruckt werden soll, gibt es naturgemäß kein Patentrezept. So leuchtet z. B. sofort ein, dass ein Klassenfoto mit 30 Personen größer abgedruckt werden muss als ein Einzelportrait, da man sonst beim Gruppenfoto die einzelnen Gesichter nicht mehr erkennt.

Faustregeln zur „richtigen“ Größe von Fotos in der Schülerzeitung:

  • Je mehr Details sichtbar sein sollen (z. B. Gesichter), umso größer sollte das Foto sein.
  • Je größer das Foto, desto stärker seine Wirkung innerhalb des Layouts.
  • Fotos sollten keine reinen Lückenfüller nach dem Motto: „Text füllt nicht die ganze Seite, also klatschen wir noch ein Bild in die Lücke.“ sein, sondern gezielt eingesetzt werden.
  • Bilder können nur dann groß abgedruckt werden, wenn die Auflösung (siehe oben) das auch hergibt.
  •  Investierter Seitenplatz für große Fotos bereichert in der Regel das Layout.

Der ungewöhnliche Blickwinkel

Das Bild der Ruderer stellt ein Beispiel für einen ungewöhnlichen Blickwinkel des Fotografen auf das Motiv dar. Ungewöhnlich fällt auf – und das wollen wir schließlich mit unserer Schülerzeitung erreichen.

Gruppenfotos in der Schülerzeitung

Bilder, auf denen größere Gruppen zu sehen sind, tauchen in Schülerzeitungen häufiger auf, so z.B. Bilder der Schulfußballmannschaft oder Klassenfotos vor dem Berliner Reichstag.

Dabei gilt es wieder darauf zu achten, dass das Wichtige – in diesem Fall wohl die Gesichter – auch zu erkennen ist. Das könnt ihr z.B. erreichen, indem ihr …

  • nur die Oberkörper fotografiert und die Beine „abschneidet“
  • die Bildumgebung (z.B. den Reichstag) nur als Rahmen nutzt und den größten Teil der Bildfläche von den Personen eingenommen wird.

(vgl. Informationen zur „wahren Größe“ von Fotos in der Schülerzeitung“ unten links)

Achtung Persönlichkeitsrechte!

Bei Gruppenbildern, bei denen die Gesichter gut zu erkennen sind, müssen alle abgebildeten Personen (bzw. deren Eltern) ihr Einverständnis geben, dass das Foto in der Schülerzeitung veröffentlicht werden kann.

Tipp:
An vielen Schulen unterschreiben die Eltern, dass Fotos ihrer Kinder im Jahresbericht und auf der Schulhomepage abgedruckt werden dürfen. Fragt doch die Schulleitung, ob nicht ein Passus ergänzt wird, bei dem die Eltern auch der Veröffentlichung von Bildern in der Schülerzeitung zustimmen.

Wenn das nicht klappt, müsst ihr halt solche Gruppenfotos machen:

Zweidimensional mit Tiefgang

Fotos haben den Nachteil, dass sie flach sind, d.h. es fehlt die räumliche dritte Dimension. Diesem Problem kann man z.B. dadurch begegnen, dass man gezielt Schatten einsetzt (vgl. Beispiel oben) oder den Vorder- und Hintergrund unterschiedlich scharf abbildet (vgl. folgendes Beispiel).